Ein gierig lächelnder Höhlentroll mit grosser, rosa Nase und spitzen Ohren hockt in seiner Grotte. Er zählt einen Haufen Goldmünzen, während neben ihm ein Schwert im Boden steckt und Knochen verstreut liegen.

Troll: Vom urzeitlichen Riesen zum gierigen Höhlenwächter

Ob als massiver Riese, der Felsen sprengt, oder als gieriger Höhlenbewohner, der Schätze bewacht – die Trolle sind die ungezähmte, gefährliche Seite der Wildnis. Sie lauern im Verborgenen und verkörpern die uralte Furcht vor dem, was im Dunkeln lebt.

Steckbrief: Troll

Das Wichtigste über den Troll auf einen Blick:

Kategorie
Riese, Naturgeist, Koboldartiges Wesen (je nach Mythos)
Mythologie / Legende
Nordisch, Skandinavisch
Abstammung / Ursprung
Nachkommen der Jötunn (Riesen), oft als direkt aus der Erde oder dem Fels geboren beschrieben.
Lebensraum
Berge, Wälder, Höhlen, Küstenregionen
Verbreitungsgebiet
Skandinavien (insbesondere Norwegen), Island, Shetlandinseln
Typischer Aufenthaltsort
Dunkle, unzugängliche Orte. Einsame Berge (eher Riesen-Typ) oder tiefe Höhlensysteme (eher Wicht-Typ, oft um Schätze zu horten).
Äußere Erscheinung
Sehr variabel. Von kolossal groß, massig und felsenartig (klassische Bergtrolle) bis hin zu kleiner, bucklig, mit großen Nasen und Ohren (Höhlentrolle/Wichte).
Charakter
Meist feindselig gegenüber Menschen und territorial. Oft als einfältig und roh (Riesen) oder als gierig, listig, aber feige (Höhlentrolle) beschrieben.
Besonderheit
Übermenschliche Stärke (besonders Riesen). Ihre größte und bekannteste Schwäche ist das Sonnenlicht, das sie zu Stein verwandelt.
Lebenserwartung
Sehr langlebig (oft Hunderte von Jahren), aber sterblich
Seinsform
Physisch, stark erdgebunden
Symbolik
Die rohe, ungezähmte Natur (Riesen); Gier, Dummheit, das "Fremde" (allgemein)

Eigenschaften des Troll

Fakten, Legenden und moderne Mythen

Wie sieht ein Troll aus?

Kein Troll gleicht dem anderen. Ihre Erscheinung ist so vielfältig wie die Wildnis, aus der sie stammen. Die Legenden beschreiben sie mal als bucklige Wesen von der Größe eines Zwerges, mal als kolossale Riesen, die ganze Berggipfel versetzen können.

Die kleineren Höhlen- und Waldtrolle sind oft zäh und knorrig. Ihr wilder Haarwuchs steht in alle Himmelsrichtungen ab. Ihr Gesicht wird von einer riesigen, kartoffelartigen Nase beherrscht, über der kullerrunde, oft dümmlich blickende Augen sitzen. Einem Troll läuft übrigens fast unentwegt Rotz aus der Nase, was seinen Anblick nicht gerade verbessert.

Die großen Bergtrolle hingegen haben oft eine Haut wie Fels oder Rinde, eine viel zu klein geratene Nase, aber dafür ein umso furchteiraubenderes Gebiss. Mächtige Hauer ragen oft aus ihrem Maul heraus.

Egal wie groß sie sind: Eine gute Körperhaltung haben Trolle nie. Sie wirken krumm und buckelig. Obwohl sie viel klettern und krabbeln, ist ihr Körperbau plump, oft mit einem ordentlichen Bäuchlein. Ihre Arme sind jedoch auffallend lang und kräftig – perfekt, um Felsen zu werfen oder sich an Beute zu klammern. Ihre Kleidung ist meist nicht mehr als ein schmutziger Lendenschurz oder zerfetzte Tierfelle.

Lebensweise und Verhalten

Trolle sind im Herzen Einzelgänger und keine geselligen Wesen. Sie sind territorial, griesgrämig und Fremden gegenüber meist feindselig. Sie haben keine höhere, komplexe Aufgabe – ihr Dasein dreht sich darum, ihr Revier zu verteidigen, Nahrung zu finden und Menschen zu ärgern.

Sie gelten als tollpatschig und oft erschreckend einfältig. Geht einer ihrer simplen Pläne schief – etwa das Fangen eines Schafes – ärgern sie sich mächtig und reagieren mit blinder Wut. Trolle lieben die Finsternis und meiden das Licht. Ihre bevorzugten Wohnorte sind daher immer dunkel: tiefe Wälder, feuchte Höhlen, alte Ruinen oder die finsteren Gewölbe unter steinernen Brücken.

Magische Fähigkeiten und besondere Kräfte

Die Magie eines Trolls ist roh, erdig und alt. Ihre mit Abstand größte »Fähigkeit« ist ihre übermenschliche Stärke. Ein ausgewachsener Bergtroll kann Bäume entwurzeln und Felsbrocken schleudern, die ein ganzes Dorf zerschmettern könnten.

Zudem besitzen sie oft eine magische Tarnung: Ihre Haut ist so sehr mit ihrer Umgebung verwachsen, dass sie reglos mit einem Felsen oder einem moosbewachsenen Hügel verschmelzen können.

Einige alte Sagen berichten sogar, dass mächtige Trolle ihre Größe verändern oder ihre Gestalt wandeln können, um Wanderer in die Irre zu führen. Ihre mächtigste Eigenschaft ist aber zugleich ihre größte Schwäche: ihre absolute Verbindung zur Erde, die sie bei Kontakt mit reinem Sonnenlicht sofort zu Stein erstarren lässt.

Trolle in Games, Filmen und Büchern

Kaum ein Fabelwesen hat eine solche Wandlung durchgemacht wie der Troll. Einst nur ein finsterer Riese aus alten Sagen, ist er heute ein fester Bestandteil der Fantasy. Ob als brutaler Gegner in einem Verlies, als tollpatschiger Helfer oder sogar als liebenswerter Außenseiter – seine massive Gestalt und urwüchsige Kraft inspirieren Geschichtenerzähler immer wieder neu.

  • In »Der Hobbit«: J.R.R. Tolkien gibt uns mit Tom, Bert und William das klassische Bild der dummen, streitsüchtigen Trolle, die am Ende durch die List eines Hobbits zu Stein erstarren. Im »Herrn der Ringe« begegnet uns der gigantische Höhlentroll in Moria als brutale Kampfmaschine.

  • In »Harry Potter«: Der Bergtroll, der im ersten Band das Mädchenklo verwüstet, ist das perfekte Beispiel eines riesigen, einfältigen, aber extrem gefährlichen Monsters (inklusive der berühmten Rotznase).

  • In »Die Eiskönigin« (Frozen): Disney zeigt eine völlig andere Seite. Die Trolle sind hier kleine, freundliche, moosbewachsene Wesen, die wie runde Felsen aussehen und als weise Ratgeber und Adoptivfamilie dienen.

  • In »Warcraft«: In der Welt von »World of Warcraft« sind Trolle eine der ältesten, spielbaren Rassen. Sie sind groß, schlaksig, haben mächtige Hauer und eine beeindruckende Regenerationsfähigkeit.

  • In den »Discworld«-Romanen (Scheibenwelt): Terry Pratchett erschafft Trolle als Lebewesen, die auf Silizium basieren. Sie sind lebende Felsen, deren Intelligenz von der Umgebungstemperatur abhängt (je kälter, desto schlauer).

Ursprung & Legenden: Die Geschichte der Trolle

Die Legenden der Trolle gehören zu den ältesten und wildesten Geschichten, die je in den Bergen und Wäldern Skandinaviens erzählt wurden. Sie sind nicht nur Monster; sie sind die Verkörperung der ungezähmten, gefährlichen und rohen Natur selbst.

Woher kommen die Trolle? Uralte Mächte und gefallene Engel

Trolle sind tief in der nordischen Mythologie verwurzelt. Sie gelten als Nachfahren der Jötunn – uralte Riesen, die schon vor den Göttern wie Odin und Thor die Welt durchstreiften. Sie sind Wesen aus Fels, Eis und Erde, die ursprünglichen Herren der Berge.

Im Laufe der Jahrhunderte, als das Christentum in den Norden kam, wandelte sich dieses Bild. Man versuchte, die alten Naturgeister in die neue Weltordnung einzugliedern. So entstand die spätere Legende, Trolle seien »gefallene Engel« – Wesen, die bei Luzifers Aufstand weder für noch gegen Gott waren und zur Strafe auf die Erde verbannt wurden, wo sie bis zum Jüngsten Tag in ihrer grotesken Gestalt wandeln müssen.

Bergriese oder Höhlenwicht? Die Arten der Trolle

Das Wort »Troll« beschreibt nicht nur ein einzelnes Wesen, sondern eine ganze Familie von Naturgeistern, die sich perfekt an ihre wilde Heimat angepasst haben. Auch wenn sie alle die Sonne fürchten und Menschen nicht besonders mögen, unterscheiden sie sich stark in Größe und Lebensart.

Die Bergtrolle (Jötunn-Erben): Die ältesten und mächtigsten Trolle sind die gewaltigen Bergtrolle. Sie gelten als direkte Nachfahren der uralten Jötunn (Riesen) und sind oft kaum von den Felsen zu unterscheiden, die sie bewohnen. Sie sind riesig, langsam, von gewaltiger Kraft und oft sehr einfältig. Bergtrolle sind Einzelgänger, die ihr Revier eifersüchtig bewachen und dafür bekannt sind, riesige Felsbrocken nach Wanderern zu schleudern, die ihnen zu nahe kommen.

Der Brückentroll: Der vielleicht bekannteste von ihnen ist der Brückentroll, den wir aus dem norwegischen Märchen »Die drei Böcke Brausewind« kennen. Dieser Troll beansprucht eine Brücke als sein Revier und droht, jeden zu fressen, der sie überqueren will – bis er von den schlauen Böcken überlistet wird.

Die Waldtrolle: Waldtrolle sind kleiner als ihre Verwandten im Gebirge, aber immer noch eine imposante Erscheinung. Ihre Haut ähnelt oft einer Baumrinde und ist mit Moos und Flechten bewachsen, was sie zu perfekten Jägern macht. Sie leben in dichten, alten Wäldern und sind dafür bekannt, Reisende tief in die Irre zu führen oder ihnen in der Dämmerung aufzulauern.

Die Höhlentrolle (Wichte): Am tiefsten im Dunkeln, in unterirdischen Gängen und Höhlen, lebt die kleinste und vielleicht gierigste Art. Diese Trolle ähneln eher Kobolden oder Wichten. Sie sind oft bucklig, haben riesige Nasen und Ohren und meiden das Sonnenlicht mehr als jede andere Art. Sie leben häufiger in Gruppen und teilen eine bösartige Listigkeit. Ihre größte Leidenschaft ist das Horten von Gold und glänzenden Schätzen, die sie über Jahrhunderte in ihren feuchten Höhlen zusammentragen.

Troll, Riese oder Oger? Die feinen Unterschiede

In der Welt der Mythen ist es leicht, die großen, bedrohlichen Wesen zu verwechseln. Doch ein Troll ist weder ein Riese noch ein Oger. Hier sind die wichtigsten Unterschiede.

  • Trolle vs. Jötunn (Riesen): Die Jötunn (sprich: Jötunn) waren die urzeitlichen Riesen der nordischen Mythologie. Sie waren eine eigene Rasse, oft weise oder göttergleich (selbst Loki stammte von ihnen ab) und die großen Feinde der Asen-Götter. Trolle sind im Grunde ihre "kleineren", wilderen und weniger intelligenten Nachkommen – eher Naturgeister als Götterfeinde.

  • Trolle vs. Oger: Der Oger stammt aus der französischen und italienischen Märchenwelt (das Wort wurde durch Autoren wie Charles Perrault berühmt). Ein Oger ist fast immer ein reiner Menschenfresser, oft dumm, aber ohne spezielle magische Verbindung zur Natur. Der Troll hingegen ist ein nordischer Naturgeist. Seine größte Schwäche (das Sonnenlicht, das ihn zu Stein verwandelt) zeigt seine tiefe Verbindung zur Erde.

  • Trolle vs. Zwerge: Beide lieben Höhlen und Berge. Aber Zwerge sind die genialen Handwerker, Schmiede und Bewahrer von Wissen. Sie erschaffen magische Gegenstände. Trolle sind das genaue Gegenteil: Sie sind die rohe, unzivilisierte Naturkraft. Sie erschaffen nichts, sie sind einfach – wild, unberechenbar und gefährlich.

Der Goblin – Chaos oder Naturkraft?

Der Goblin (oder Kobold) stammt oft aus dem germanischen und englischen Sagenkreis und ist dem kleinen Höhlentroll sehr ähnlich. Der Hauptunterschied liegt oft im Fokus: Goblins sind meist als chaotische, trickreiche und diebische Plagegeister definiert. Sie treten fast immer in großen Gruppen oder Horden auf und nerven Menschen eher durch Bösartigkeit als durch rohe Gewalt.

Der Troll, selbst der kleine, ist dagegen fast immer stärker mit der rohen Natur (Stein, Berge) verbunden. Sein Hauptmerkmal ist die (oft dumme) Brutale Stärke, nicht die listige Boshaftigkeit des Goblins. Ein Troll ist eine territoriale Naturgewalt; ein Goblin ist ein chaotischer Schädling.

Die Sache mit den Dunkelelfen (Svartálfar)

In den ganz alten nordischen Texten, wie der Edda, sind die Grenzen zwischen den »unterirdischen« Völkern extrem unscharf. Der Dichter Snorri Sturluson versuchte, Ordnung zu schaffen, und teilte die Elfen in Lichtelfen (Ljósálfar) und Dunkelelfen (Dökkálfar) ein. Gleichzeitig sprach er aber von Schwarzalben (Svartálfar), die in der Erde lebten – und meinte damit höchstwahrscheinlich die Zwerge.

Das zeigt uns: In der ursprünglichen Mythologie waren Wesen wie Trolle, Zwerge und »Dunkelelfen« nicht klar getrennt. Sie waren alle »Kinder der Dunkelheit und der Erde«, die sich erst über die Jahrhunderte in die klaren Kategorien aufgeteilt haben, die wir heute kennen. Der Troll ist sozusagen der wildeste und unzivilisierteste Teil dieser »Unterwelt«-Familie.

Wenn der Troll zum Nachbarn wird: Unheil und Aberglaube

Trolle sind dafür bekannt, Menschen nicht zu mögen. Ihre Boshaftigkeit reicht von gemeinen Streichen – wie Wanderer vom Weg abzubringen oder ihnen ein Bein zu stellen – bis hin zu echter Gefahr.

Besonders gefürchtet war ihre Angewohnheit, ungetaufte Menschenkinder aus ihren Wiegen zu stehlen. Sie tauschten die Säuglinge gegen ihre eigenen, oft kränklichen oder missgestalteten Trollkinder aus. Diese "Wechselbälger", wie man sie nannte, brachten großes Unglück über die Familie. Man vermutet, dass die Trolle zu faul waren, ihren eigenen Nachwuchs aufzuziehen, oder sich so menschliche Sklaven heranziehen wollten.

Die Anwesenheit eines Trolls in der Nähe eines Hofes galt als Katastrophe. Man sagte, die Kühe würden aufhören, Milch zu geben, die Hühner legten keine Eier mehr und die Arbeitspferde weigerten sich stur, einen Schritt zu tun. Selbst Hunde und Katzen spürten das Unheil, bellten und fauchten voller Angst und versteckten sich.

Tänze im Dämmerlicht: Die geheimen Schwächen und Rituale

Trolle sind Wesen der Nacht. Ihre größte Schwäche ist das Sonnenlicht. Der erste Strahl der Morgensonne lässt sie augenblicklich zu Stein erstarren oder zerplatzen. Der beste Schutz vor ihnen war daher simpel: Bei Einbruch der Dunkelheit mussten alle Fenster und Türen fest verschlossen und die Vorhänge zugezogen werden.

Wer Trolle sehen wollte, hatte die beste Chance im skandinavischen Mittsommer. In den »weißen Nächten«, wenn die Sonne kaum hinter dem Horizont verschwindet, beginnt ihre Zeit. In diesem mystischen Dämmerlicht verstummen die Vögel und der Wind legt sich. Dann, so heißt es, fühlen sich die Trolle sicher genug, um aus ihren Verstecken zu kommen.

Obwohl sie als Einzelgänger gelten, lieben Trolle den Tanz. Mitten im Wald gibt es manchmal Hügel, die für Menschen unscheinbar aussehen. Dies sind die »Trollhügel«. Würde man die Erde abtragen, fände man darunter Goldsäulen, die einen prächtigen Baldachin stützen. Hier versammeln sich die Trolle zu ihren Festen und vollführen Tänze, die eher grotesk und wild als anmutig sind.

Warum fürchten Trolle das Sonnenlicht und Brücken?

Trotz ihrer gewaltigen Stärke und ihrer tiefen Verbindung zur Erde sind Trolle nicht unbesiegbar. Sie haben tief sitzende Ängste und Schwächen, die Sterbliche seit Jahrhunderten nutzen, um sich vor ihnen zu schützen.

Die tödliche Sonne

Die größte und bekannteste Schwäche eines jeden Trolls ist das Tageslicht. Trolle sind Wesen der Nacht, geformt aus Fels und finsterer Erde. Die reine, lebensspendende Kraft der Sonne ist für ihre Natur pures Gift.

In dem Moment, in dem der erste Sonnenstrahl ihre Haut berührt, erstarrt ihr Schicksal. Sie verwandeln sich augenblicklich zu Stein oder zerplatzen zu einem Haufen Geröll. Darum müssen sie vor dem ersten Hahnenschrei in ihre dunklen Höhlen oder tiefen Bergspalten fliehen. Der beste Schutz vor einem Troll war daher schon immer, die Nacht sicher zu überstehen, Türen zu verriegeln und auf den Morgen zu warten.

Die Tücke der Brücke

Auch Brücken haben in vielen Sagen eine besondere Bedeutung. Das liegt oft nicht an der Brücke selbst, sondern an dem, was darunter fließt. Fließendes Wasser gilt in vielen Mythen als heilige oder reine Grenze, die finstere Wesen nicht einfach überqueren können.

Berühmt wurde die Brücke aber durch das Märchen von den »Drei Böcken Brausewind«. Hier ist die Brücke das Revier des Trolls, ein perfekter Ort, um einen Zoll zu verlangen oder auf ahnungslose Beute zu lauern. Die Brücke wurde so zum Symbol für die Schwäche des Trolls: seine Dummheit und Gier, die es den schlauen Böcken erlaubte, ihn zu überlisten.

Wie man Trolle vertreibt: Lärm, Stahl und Rätsel

Neben der Sonne gibt es noch andere Dinge, die Trolle verabscheuen:

  • Lärm: Trolle hassen laute, rhythmische Geräusche wie Trommeln oder Glockengeläut. Besonders fürchten sie den Donner. Dies ist ein uraltes Erbe ihrer Vorfahren, der Riesen, die vom Donnergott Thor unbarmherzig mit seinem Hammer Mjöllnir gejagt wurden.

  • Stahl und Eisen: Wie viele Wesen aus der Sagenwelt fürchten Trolle blanken Stahl oder Eisen. Diese von Menschen geschmiedeten Metalle gelten als unnatürlich und können ihre magische Haut verletzen.

  • List: Die vielleicht effektivste Waffe gegen einen Troll ist der menschliche Verstand. Trolle sind oft unglaublich stark, aber ebenso einfältig. Viele Helden in den Märchen besiegen den Troll nicht im Kampf, sondern indem sie ihn in ein Rätselraten verwickeln oder ihn austricksen – oft so lange, bis die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen.

Häufig gestellte Fragen zum Troll

FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Troll

Was ist die größte Schwäche eines Trolls?

Die bekannteste Schwäche der Trolle ist das Sonnenlicht. In vielen Mythen verwandeln sie sich augenblicklich zu Stein, wenn sie von den ersten Strahlen der Morgensonne getroffen werden. In manchen Sagen fürchten sie auch Glockengeläut oder können durch Rätsel überlistet werden.

Zuletzt aktualisiert am 18.10.2025 von Lysandra.

Sind Trolle böse?

In den meisten alten Sagen sind Trolle menschenfeindlich, gierig und gefährlich. Sie entführen Menschen oder Vieh und gelten als unzivilisiert. In der modernen Fantasy (wie in Filmen oder Büchern) gibt es aber auch oft neutrale oder sogar gutmütige Darstellungen von Trollen.

Zuletzt aktualisiert am 18.10.2025 von Lysandra.

Essen Trolle Menschen?

Ja, in vielen alten Legenden sind Trolle Menschenfresser. Der »Geruch von Christenblut« ist ein bekanntes Motiv, das ihre Gier nach Menschenfleisch beschreibt.

Zuletzt aktualisiert am 18.10.2025 von Lysandra.

Was ist der Unterschied zwischen einem Troll und einem Oger?

Trolle stammen aus der nordischen Mythologie (Skandinavien). Oger stammen eher aus französischen und italienischen Märchen (das Wort »Oger« wurde durch französische Autoren bekannt). Obwohl beide oft als große, dumme Ungeheuer dargestellt werden, sind Trolle stärker mit der Natur (Stein, Berge) verbunden und haben die spezielle Schwäche gegen Sonnenlicht.

Zuletzt aktualisiert am 18.10.2025 von Lysandra.

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Informationen und Quellen zum Troll

Lexikon der germanischen Mythologie

Gilt als das maßgebliche deutschsprachige Standard-Nachschlagewerk zur germanischen Mythologie von einem führenden Experten (Prof. Simek, Univ. Bonn).

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Trolle: Ihre Geschichte von der nordischen Mythologie bis zum Internet

Eine dedizierte wissenschaftliche Monografie von Rudolf Simek, die die gesamte Entwicklung des Troll-Bildes von den Anfängen bis zur modernen Popkultur nachzeichnet.

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Deutsche Mythologie

Gilt als Standardwerk der Mythenforschung des 19. Jahrhunderts. Jacob Grimm behandelt Trolle im Kontext der germanischen Mythologie und vergleicht sie mit Riesen und anderen Naturgeistern.

Jacob Grimms "Deutsche Mythologie"

Prosa-Edda

Gilt als wichtigste Primärquelle der nordischen Mythologie und Götterlehre. Sie enthält die fundamentalen Mythen, auf die sich spätere Troll-Darstellungen oft beziehen.

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Die Lieder-Edda (Ältere Edda)

Diese Sammlung von Götter- und Heldenliedern ist neben Snorris Werk die Hauptquelle und enthält frühe Beschreibungen der mythischen Wesen Skandinaviens.

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Troll (Mythologie)

Bietet einen sehr umfassenden Überblick über die mythologischen Ursprünge, die folkloristische Entwicklung und die Rezeption in der Moderne; die Verlässlichkeit beruht hier primär auf den zahlreichen Einzelnachweisen und der zitierten Fachliteratur.

Wikipedia: Troll (Mythologie)

Trolls: An Unnatural History

Moderne, wissenschaftliche Monographie eines anerkannten Experten für skandinavische Folklore (Professor Emeritus, UC Berkeley), die die gesamte Entwicklung des Trolls von der Mythologie bis zur Moderne nachzeichnet.

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