Die wahre Gestalt der Throne zu beschreiben, heißt, an die Grenzen der menschlichen Sprache zu stoßen. In der berühmtesten Vision des Propheten Ezechiel erscheinen sie als gewaltige, lebendige Räder aus einem Metall, das leuchtet wie ein Türkis. Jedes Rad besteht aus vier ineinander verschlungenen Ringen, was ihnen das Aussehen einer himmlischen Kugel verleiht und es ihnen ermöglicht, sich blitzschnell in alle Richtungen zu bewegen, ohne sich je umwenden zu müssen. Ihre Felgen sind übersät mit unzähligen, furchterregenden Augen, die alles sehen, und die gesamte Konstruktion ist von heiligem Feuer und göttlichem Licht umgeben.
Doch es gibt auch seltenere, mystische Überlieferungen, die den Thronen eine andere Form zuschreiben, wenn sie direkt vor dem Antlitz ihres Schöpfers stehen. In diesen Momenten, so heißt es, können sie eine menschenähnliche Gestalt annehmen. Sie sollen dann in wallende Gewänder gekleidet sein, in die zweiundsiebzig Saphire als Zeichen ihrer himmlischen Weisheit eingewoben sind. Eine leuchtende Krone, geschmückt mit vier Smaragden, die die vier Ecken der Schöpfung symbolisieren, ziert dann ihr Haupt. Diese Gestalt ist jedoch nicht ihr wahres Sein, sondern ein Ausdruck ihrer heiligen Aufgabe im Angesicht Gottes.
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