Seit wann genau die Legenden von Vampiren umgehen, liegt im Dunkeln der Geschichte verborgen. Im südeuropäischen Raum tauchten sie im 17. Jahrhundert erstmals als untote Wiedergänger in den Chroniken auf.
Der Ursprung der Untoten: Wann begann die Schreckensherrschaft?
Weltweit gibt es viele dämonische Wesen, die fest in den Mythologien verankert und eindeutig als blutsaugende Kreaturen beschrieben sind – ein bekanntes Beispiel ist die philippinische Aswang.
Eine der ersten konkreten Überlieferungen stammt aus dem Jahr 1672. Ein frisch verstorbener Bauer aus Kroatien soll aus seinem Grab gestiegen sein und mit seinem unstillbaren Blutdurst ein ganzes Dorf terrorisiert haben.
Graf Dracula: Die Geburt einer unsterblichen Legende
Der bekannteste aller Vampire und der Urvater der modernen Blutsauger ist ohne Zweifel Graf Dracula. Ausführlich wurde seine Geschichte in Bram Stokers Roman „Dracula“ aus dem Jahr 1897 erzählt. Die Handlung beginnt in Transsilvanien, wo der Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker den Grafen in seinem abgelegenen Schloss aufsucht, um einen Hauskauf in London abzuschließen.
Schon bald entdeckt Harker die schreckliche Wahrheit über seinen Gastgeber und dessen unheimliche Gefährtinnen. Dracula ist nicht allein – und sie alle haben es auf das Blut des jungen Anwalts abgesehen. Nur mit knapper Not gelingt Harker die Flucht. Doch es ist zu spät: Ein Geisterschiff ohne Besatzung erreicht wenig später die Küste Englands. An Bord: Fünfzig Särge, die nun, unbemerkt von der Bevölkerung, über ganz London verteilt werden. Die Invasion hat begonnen.
Die Ausbreitung: Wie die Finsternis die Welt eroberte
Mit der Ankunft Draculas begann die unaufhaltsame Verbreitung der Vampire. Die Besatzung des Schiffes diente den Kreaturen auf der Überfahrt als Nahrungsquelle. Beraubt ihres letzten Tropfens Blut, wurden die Seeleute von den Vampiren wiederbelebt – und als neue Untote in die Welt entlassen.
In London häuften sich plötzlich die Todesfälle. Die meisten Opfer wiesen die verräterischen Bisswunden am Hals auf. Die Behörden wurden alarmiert, und schnell wurde klar, dass hier übernatürliche Kräfte am Werk waren. Die große Jagd auf die Kinder der Nacht begann.
Die Jagd beginnt: Wie kann man einen Vampir besiegen?
Die Jäger wurden immer raffinierter und entdeckten die wunden Punkte der Unsterblichen. Zuerst gab es einfache Mittel zur Abwehr: Knoblauch, Kruzifixe und Weihwasser konnten einen Vampir zwar kurzzeitig auf Abstand halten, ihm aber dank seiner unglaublichen Selbstheilungskräfte nicht dauerhaft schaden.
Wirklich gefährlich wird es für einen Vampir erst, wenn Waffen aus Silber zum Einsatz kommen – seien es Messer, Dolche oder Kugeln. Der hölzerne Pflock, direkt ins Herz getrieben, bedeutet jedoch das endgültige Ende. Auch die Enthauptung oder das unbarmherzige Sonnenlicht lassen einen Vampir zu Staub zerfallen und beenden sein Unwesen für immer.
Angesichts dieser Bedrohung sahen sich die Vampire gezwungen, ihre Reihen zu stärken. Sie begannen, immer mehr ihrer Opfer ebenfalls zu verwandeln, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Da Vampire viele hundert Jahre alt werden können – und noch nie einer an Altersschwäche gestorben ist – ist es kein Wunder, dass Jägerinnen wie »Buffy« auch heute noch alle Hände voll zu tun haben.
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