Kerberos ist ein Fabelwesen aus der griechischen Mythologie. Der Höllenhund ist der Sohn des Typhon und der Echidna. Diese beiden waren die Eltern vieler Fantasy-Ungeheuer und so gehören auch die Sphinx, die Chimäre und die Hydra zu Kerberos berühmten Geschwistern.
Eigentlich führt Kerberos ein ruhiges und besinnliches Leben. Er wurde vom Gott der Unterwelt dafür abgerichtet, den Eingang des Hades zu bewachen. Jede Seele, die dort einmarschiert, wird von Kerberos freudig begrüßt und in das Wirrwarr von Tunneln und Höhlen eingelassen. Doch wehe, wenn irgendjemand versucht wieder aus dem Hades zu entkommen. Kerberos stürzt sich dann auf ihn und nachdem er ihn mit seinem giftigen Biss gelähmt hat, verschlingt er das Opfer mit seinen drei Mäulern.
Zwei Personen überleben den Hades
Bisher sind nur zwei Personen bekannt, die den Hades wieder lebend verlassen haben. Der eine war Orpheus, der seine frisch verstorbene Frau aus dem Hades befreien wollte. Um Kerberos zu bannen, hat er ihm ein wunderschönes und dramatisches Liebeslied vorgesungen. Kerberos war davon so beeindruckt, dass er gar nicht bemerkte, wie Orpheus lebend den Hades wieder verließt. Allerdings ohne seine Frau – aber das ist eine andere Geschichte.
Die zweite Person war Herakles (bei den Römern ist das Herkules). Dieser hatte zwölf Aufgaben zu erledigen. Die letzte war die Entführung des Kerberos. Herakles sollte Kerberos ohne Waffen und Gewalt, lebend in die Oberwelt bringen. Einfach nur, weil König Eurystheus ihn mal sehen wollte und natürlich den Weg in den Hades scheute. Herakles schwor dem Herrscher der Unterwelt – dem gleichnamigen griechischen Gott Hades – den Kerberos unbeschadet zu lassen und wieder zurückzubringen. Dank seiner übermenschlichen Kraft, gelang Herakles dieser Auftrag und er konnte Kerberos mit seinen Händen überwältigen und auf die Oberwelt tragen.
Kerberos produziert giftige Kräuter
Allerdings verlor der sich wehrende Kerberos eine Menge seines giftigen Speichels. Er sabberte auf einer Wiese eine Menge dieses schwarzen, giftigen Geifers. An den Stellen, die von dem Speichel getroffen wurden, wuchs darauf hin der hochgiftige Eisenhut. Besonders der wunderschöne blaue Eisenhut entwickelte sich prächtig und wurde zur begehrten Sammlerpflanze der Hexen und Giftmischer. Eisenhut ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Flugsalbe.
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