Nimm nichts an, was dir angeboten wird. Iss nicht, trink nicht. Und wenn du Musik hörst, folge ihr nicht – es könnte der Gesang der Sirenen sein oder das Wehklagen einer Seele, die dich in den Abgrund ziehen will. Blicke niemals zurück, wenn du das Reich verlässt.
Der Hades gleicht einem unendlichen, dunklen Schlund, der sich wie ein gewaltiges Labyrinth immer tiefer in das Gestein schraubt. Oben, an den Ufern des Acheron, verströmen bleiche Erlen und Weiden noch den muffigen Geruch von feuchtem Holz. Doch je weiter das Gelände abfällt, desto trockener brennt die Luft in den Lungen. Die Umgebung wandelt sich von klammen Sumpflandschaften zu endlosen, aschegrauen Feldern, auf denen Abertausende schwarze Lilien lautlos im fahlen Licht nicken. Ganz unten, eingekesselt von einer glühenden Eisenmauer, brodelt der nackte Fels unter der gewaltigen Hitze flüssigen Blutes.
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