Das dichte Vlies schimmert im grellen Sonnenlicht wie frisch gekämmte Seide. Vier zierliche Hufe stemmen sich schwach in den weichen Steppenboden, tragen jedoch kein hohes Gewicht. Der Kopf dreht sich mit ruhigen Augen nach frischen Trieben um. Aus der Bauchmitte führt ein daumendicker, biegsamer Stängel senkrecht in die Erde hinab, wo er in einem holzigen Wurzelstock verankert liegt.
Unter der dicken Schicht aus weißer Wolle schlägt ein lebendiges Herz. Rotes, warmes Blut fließt durch die zarten Adern des Tieres. Seine Haut fühlt sich warm an und gibt auf Druck leicht nach. Schneidet eine Klinge in das Wollkleid, tritt kein Blütensaft hervor, sondern eine feine Schicht hellroter Lebenssaft. Das Tier reagiert darauf mit einem leisen Zittern des gesamten Rumpfes.
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