Märchen-Zwerg
Der Märchen-Zwerg ist sowas wie der »freundliche Wichtel«. Sein größter Auftritt war zweifellos in Disneys »Schneewittchen und die sieben Zwerge« (1937), der die singenden, arbeitenden Zwerge mit individuellen Persönlichkeiten weltweit bekannt machte. Diese Darstellung findet sich heute in Gartenzwergen, Kindergeschichten und dem allgemeinen Bild des gutmütigen, bärtigen Berggeistes wieder. Er ist zum Symbol für fleißige Helfer und verborgene Schätze geworden.
Mythologie-Zwerg
Obwohl ihre Wurzeln tief in der nordischen Mythologie liegen, wurde das moderne Bild des Zwerges maßgeblich von J.R.R. Tolkien in »Der Herr der Ringe« und »Der Hobbit« geprägt. Charaktere wie Gimli oder Thorin Eichenschild etablierten die Vorstellung von Zwergen als stolzen, axtschwingenden Kriegern, deren Loyalität unerschütterlich ist und deren Kultur sich um Bergbau, Schmiedekunst und Klanstrukturen dreht.
In Welten wie »World of Warcraft« sind die Zwerge von Eisenschmiede ein standhaftes und erfinderisches Volk. In der »The Elder Scrolls«-Reihe erinnern die ausgestorbenen Dwemer (Tief-Elfen) mit ihrer fortschrittlichen Technologie stark an das Zwergen-Ideal. Auch in der »Dragon Age«-Saga spielen die Zwerge und ihre unterirdischen Reiche eine zentrale Rolle. Autoren wie Markus Heitz widmeten dem Volk mit der Saga »Die Zwerge« sogar ein ganzes Epos aus ihrer Perspektive.
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