Rühre niemals – ich wiederhole: NIEMALS – mit einem Holzlöffel im Kessel, wenn Drachenblut im Spiel ist. Es sei denn, du magst es, wenn dir der Löffel als brennendes Geschoss ins Auge fliegt. Und trage Handschuhe aus Drachenleder. Die Brandnarben an meinen Fingern sind eine schmerzhafte Lektion.
Sehen: Das Elixier pulsiert in tiefem Karmesin, durchzogen von goldenen Blitzen. Es glimmt im Glas wie flüssige Kohle und kommt niemals zur Ruhe.
Hören: Hält man die Phiole ans Ohr, hört man ein tiefes Brummen. Beim Öffnen entweicht der Druck mit einem aggressiven Zischen.
Riechen: Ein beißender Mix aus Schwefel, rostigem Eisen und Ozon – genau wie die Luft kurz vor einem Blitzschlag.
Fühlen: Das Glas strahlt eine unangenehme Hitze aus und vibriert leicht in der Hand. Im Mund wirkt die Flüssigkeit widernatürlich schwer und ölig.
Schmecken: Erst täuschend süß, dann wie der Kuss einer rotglühenden Klinge. Es schmeckt metallisch und hinterlässt Asche auf der Zunge.
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