Wer von diesem Strom trinkt, vergisst nicht wie bei der Lethe, sondern ertrinkt bei lebendigem Leibe im Schmerz aller vergangenen Zeitalter.
Die Ufer des Acheron empfangen Ankömmlinge mit einer drückenden, feuchten Kälte. Dicke Schwaden aus grauem Dunst kriechen über die zähe Wasseroberfläche, die das wenige Licht schluckt und wie flüssiges Pech glänzt. Die Schluchten ragen steil empor, geformt aus scharfkantigem Basalt und feuchtem Schiefer. In der Luft liegt der beißende Geruch von Schwefel, vermengt mit dem süßlichen Gestank von verrottetem Laub und modrigem Schlamm. Das leise, dumpfe Gurgeln des Stroms klingt wie ein fernes, vielstimmiges Schluchzen, das von den nackten Felswänden widerhallt.
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