Die Schuppen der massigen Kreatur schimmern trocken und rissig, gezeichnet von unzähligen Sandstürmen und der gnadenlosen Sonne. An der Stelle, wo bei anderen Schlangen ein Schwanz spitz zuläuft, reckt sich stattdessen ein zweiter, voll entwickelter Schädel angriffslustig in die Höhe. Die Augen beider Köpfe fixieren unablässig unterschiedliche Punkte am Horizont, während die gespaltenen Zungen abwechselnd die heiße Luft nach Beute abtasten. Ein tiefes, kehliges Zischen entweicht den Kiefern, die vor hochgiftigem Speichel triefen. Ihre schwere, baumstammdicke Statur wirkt beinahe plump, doch die darunterliegenden Muskeln spannen sich hart und unerbittlich wie gespannte Federn.
Manche alte Schriften berichten von ledrigen Flügeln auf dem Rücken und kleinen, vogelartigen Krallen, die sich tief in den Fels graben.
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