Für einzelne Wanderer tödlich, für Armeen lästig – ihre wahre Macht liegt in der psychischen Zermürbung durch Hunger und Lärm
Eine Harpyie aus der Nähe betrachtet, bietet ein Bild des puren Grauens. Sie ist kein edles Fabelwesen wie der Greif, sondern eine Ausgeburt des Schmutzes. Ihr Körper gleicht dem eines riesigen Aasgeiers, bedeckt mit struppigem, oft verklebtem Gefieder, das von Aschgrau bis zu einem schmutzigen Schwarz reicht.
Doch der wahre Schreck sitzt auf dem Hals: Das Gesicht einer Frau, fahl und ausgezehrt, als hätte sie seit Jahrhunderten nicht geschlafen. Ihre Augen brennen vor Gier, die Lippen sind oft zurückgezogen und entblößen spitze Zähne. Ihre Hände und Füße enden in krummen, metallharten Krallen, die Fleisch wie nasses Pergament zerreißen. Sie trägt keine Kleidung, keine Artefakte, nur den Schmutz ihrer letzten Mahlzeit.
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