Mana
Die magische Batterie
Man kann sich einen Zauberer wie ein Smartphone vorstellen: Er kann tolle Dinge tun, aber er braucht dafür Energie. Diese Energie nennt man Mana. Jeder Zauberspruch verbraucht einen Teil dieser Kraft. Ein kleiner Zauber, wie das Entzünden einer Kerze, kostet nur wenig Mana. Ein mächtiger Zauber, wie das Beschwören eines Drachen, verbraucht sehr viel davon. Wenn das Mana aufgebraucht (»leer«) ist, fühlt sich der Magier erschöpft und kann nicht mehr zaubern, bis er sich erholt hat.
Wie tankt man auf?
In Geschichten und Videospielen gibt es verschiedene Wege, das Mana zurückzubekommen:
- Ruhe: Schlafen oder Meditation lädt die Energie langsam wieder auf.
- Tränke: Meistens werden »Mana-Tränke« als leuchtend blaue Flüssigkeit in kleinen Fläschchen dargestellt. Wer sie trinkt, ist sofort wieder einsatzbereit.
- Orte: Es gibt spezielle Orte in der Natur (wie heilige Quellen), an denen die magische Energie besonders stark fließt.
Woher kommt das Wort wirklich?
Der Begriff wurde nicht für Computerspiele erfunden. Er stammt aus der realen Welt, genauer gesagt aus den Sprachen der Völker des Pazifiks (zum Beispiel von den Maori in Neuseeland oder aus Hawaii). Dort hat »Mana« eine sehr tiefe, spirituelle Bedeutung. Es meint eine übernatürliche Kraft, Autorität oder Ausstrahlung, die in Menschen, Anführern, aber auch in Tieren oder Gegenständen stecken kann. Wer viel Mana besitzt, wird respektiert und ist erfolgreich. Fantasy-Autoren haben sich diesen Begriff später »ausgeliehen«, um ihre Magie zu erklären.