Chakren
Was bedeutet das Wort?
Der Begriff Chakra (Mehrzahl: Chakren) kommt aus dem Sanskrit, einer sehr alten Sprache aus Indien. Übersetzt bedeutet es so viel wie »Rad« oder »Kreis«. In der Vorstellung vieler asiatischer Traditionen, wie dem Yoga oder dem Buddhismus, ruht im Körper eine unsichtbare Lebensenergie.
Damit diese Energie fließen kann, gibt es Sammelstellen. Man kann sich diese wie kleine Kraftwerke oder drehende Strudel vorstellen. Wenn sie sich schnell und gleichmäßig drehen, fließt die Energie gut und der Mensch fühlt sich stark und gesund.
Die sieben Lichter
Obwohl es angeblich viele Tausend solcher Punkte gibt, spricht man meistens von den sieben Hauptchakren. Sie sind wie eine Perlenkette entlang der Wirbelsäule aufgereiht – vom Steißbein ganz unten bis zur Krone oben auf dem Kopf.
Das Besondere daran: Jedem Chakra wird eine bestimmte Farbe zugeordnet, genau wie bei einem Regenbogen. Das unterste ist rot, das oberste meist violett oder weiß. Jedes dieser Zentren ist für bestimmte Gefühle oder körperliche Funktionen zuständig. Das Herz-Chakra steht zum Beispiel für Liebe und Mitgefühl.
Wenn der Strom ausfällt
Ein wichtiges Thema bei Chakren ist die »Blockade«. Man kann sich das vorstellen wie einen Knick in einem Gartenschlauch oder einen Stau auf der Autobahn. Wenn ein Chakra durch Stress oder Angst blockiert ist, kann die Energie nicht mehr fließen. In vielen Geschichten müssen Helden erst meditieren oder Ängste überwinden, um diese Blockaden zu lösen, damit sie ihre volle Kraft nutzen können.
Bekannt aus Anime und Fantasy
Chakren sind in der Popkultur sehr beliebt. In der bekannten Anime-Serie Naruto wird das Wort »Chakra« etwas anders benutzt: Dort ist es die Mischung aus körperlicher und geistiger Energie, die Ninjas benötigen, um ihre »Jutsus« (magische Techniken) zu wirken – ähnlich wie »Mana« in Videospielen. Auch in der Serie Avatar – Der Herr der Elemente muss der Held Aang seine sieben Chakren öffnen, um den mächtigen »Avatar-Zustand« zu kontrollieren.