Alchemie
Der Großvater der Chemie
Lange bevor es die moderne Chemie gab, gab es die Alchemie. Man kann sie sich wie das experimentierfreudige Labor eines Magiers vorstellen. Alchemisten arbeiteten mit Öfen, seltsamen Glasgefäßen, Feuer und brodelnden Flüssigkeiten. Aber anders als heutige Wissenschaftler glaubten sie auch an magische Einflüsse. Sie dachten, dass die Position der Sterne oder geheimnisvolle Symbole beeinflussen könnten, ob ein Experiment gelingt oder explodiert.
Die Suche nach dem Unmöglichen
Alchemisten verbrachten ihr ganzes Leben mit der Suche nach dem legendären »Stein der Weisen«. Das war kein normaler Stein, sondern eine magische Substanz (manchmal auch ein rotes Pulver). Wer ihn besaß, sollte angeblich zwei Wunder vollbringen können:
- Reichtum: Er sollte wertloses Metall wie Blei in glänzendes Gold verwandeln können.
- Unsterblichkeit: Aus dem Stein sollte man das »Elixier des Lebens« brauen können, einen Trank, der alle Krankheiten heilt und das Leben unendlich verlängert.
Haben sie es geschafft?
Gold haben sie zwar nie hergestellt (das geht chemisch so nicht), aber ihre Arbeit war trotzdem nicht umsonst. Durch ihre vielen Experimente entdeckten Alchemisten zufällig viele nützliche Dinge, wie zum Beispiel Schießpulver, Porzellan oder wie man Parfüm herstellt. Ohne die neugierigen Alchemisten gäbe es die heutige Wissenschaft vielleicht gar nicht.